Die Energiewende beginnt im eigenen Heizungskeller

Besuch aus Berlin: Bundesverband Wärmepumpe e. V. im Gespräch mit Bürgermeister Walter Heiler

Waghäusel, 9.8.2013. Um das Energiesparen im Allgemeinen und die innovative Wärmepumpen-Technologien im Speziellen ging es am vergangenen Freitag bei einem Fachgespräch im Rathaus in Waghäusel. Bürgermeister Walter Heiler informierte sich beim Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) e. V., Karl-Heinz Stawiarski über die moderne Energiespartechnik zum Heizen, Kühlen und Lüften, die statt auf fossile Energieträger auf Erneuerbare Energien setzt. Elektrische Wärmepumpen benötigen nur einen geringen Anteil Strom als Antriebsenergie, um die kostenlose in Luft, Boden und Wasser gespeicherte Sonnenwärme für Wohnraumheizung und Warmwasserbereitung nutzbar zu machen.

Mit von der Partie war auch Michael Heiler, Geschäftsführer der MHK Wärme- und Kältetechnik GmbH in Kirrlach, der den Besuch aus Berlin initiiert hatte. Die Männer diskutierten, was die Energiewende für den einzelnen Bürger bedeute. Karl-Heinz Stawiarski erklärte, dass die Energiewende im eigenen Heizungskeller beginne: „Auch wenn die Öffentlichkeit das Thema Energiewende aktuell vor allem mit dem Strommarkt in Verbindung bringt, darf darüber der Wärmesektor nicht vergessen werden. Denn hier, wo rund 40 % der energiebedingten CO2-Emmissionen in Deutschland entstehen, wird die Energiewende entschieden.“ Potential zur Verbesserung der Klimabilanz gebe es indes genug: „Nur etwa zwei von zehn bestehenden Heizungsanlagen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik.“ Doch je älter die Anlage, desto kostspieliger werde der Unterhalt der häufig ineffizienten Gas- und Ölheizungen.

“Deshalb ist es, gerade in der heutigen Niedrigzinsphase äußerst sinnvoll, sein Erspartes in die Modernisierung der heimischen Haustechnik zu stecken. Nicht nur durch die gesparten Energie- und Wartungskosten, sondern auch durch die  nachhaltige Wertsteigerung der Immobilie, sind hier die größten Rendite zu erzielen,“ empfiehlt Oberbürgermeister Walter Heiler, der weiter ausführte: „Im Übrigen unterhält Waghäusel ein eigenes kommunales Förderprogramm, das unsere Einwohner bei der Anschaffung umweltfreundlicher Technologien unterstützt.“ Allerdings mangle es den innovativen Technologien noch an Bekanntheit, monierte der Oberbürgermeister.

Genau hier sieht sich auch Michael Heiler von MHK in der Pflicht: „In allen Fragen rund um die sparsamen und umweltfreundlichen Alternativen zu konventionellen Öl- oder Erdgas-Heizungen beraten wir junge Baufamilien ebenso gerne wie die Besitzer älterer Häuser. Dazu empfehlen wir die Vereinbarung eines unverbindlichen Beratungstermins oder den Besuch unseres kostenlosen Info-Tags am 2. November im Kirrlacher Pfarrzentrum.“

Auch der Bundesverband Wärmepumpe bietet mit seinem Informationsportal www.waermepumpen.de nicht nur Wissenswertes zum Heizen und Kühlen mit der Wärmepumpe, sondern die Möglichkeit, eigene Fragen einem Expertenforum zu stellen. Hier wir dort finden sich zudem zahlreiche Informationen, wie Besitzer von Photovoltaikanlagen mittels Wärmepumpe den Strom vom eigenen Dach optimal nutzen können. Ein Thema, das stark im Kommen sei, so Karl-Heinz Stawiarski.

Oberbürgermeister Walter Heiler hob hervor, dass er bei diesem noch nicht so verbreiteten Heizsystem sowohl die CO2-Freiheit als auch den Gedanken der „Energieautarkie“ überzeugend finde.

v. l. n. r. Karl-Heinz Stawiarski (Geschäftsführer Bundesverband Wärmepumpen), Michael Heiler (Geschäftsführer MHK), Walter Heiler (Oberbürgermeister von Waghäusel), Ulrich Wittek (Politberater Bundesverband Wärmepumpen)