Wärmeversorgung der Zukunft

Auf dem Weg zur Autarkie

 

Die Diskussion um die Energiewende ist spätestens 5 Jahre nach dem Reaktorunfall von Fukushima aktueller denn je. Der Ausstieg aus der Atomenergie beschlossene Sache. Doch wie gelingt der Vollzug? Wie schaffen wir den Paradigmenwechsel von fossilen Energieträgern hin zu regenerativen Heiz-bzw. Kühlsystemen? Was ist die Motivation eines privaten Bauherrn, eines Investors oder eines Industriemanager in diese kostenintensivere Technik zu investieren? Der Umweltgedanke allein? Sicher nicht. Die angestrebte Hocheffizienz, sprich niedrigeren Unterhaltskosten? Nicht allein.

 

Die niedrigeren Unterhaltskosten waren sicher, neben dem Umweltgedanken selbst, sehr lange Zeit der größte Motivator für die regenerativen Energiequellen, wie z.B. Scheitholz, Pellets, Photovoltaik, Solarthermie oder Wärmepumpen. Nun gibt es aber einen weiteren Punkt, der gerade bei den äußerst volatilen Energiepreisentwicklungen dieser Tage eine immer wichtigere Rolle spielt: Die Autarkie. Autarkie bedeutet unabhängig sein. Unabhängig sein, genau von diesen Energiepreisen, soweit es geht.

 

Prof. Dr. Henning vom Fraunhofer ISE Institut in Freiburg ist der Meinung, dass eine gute Gebäudedämmung und Strom aus regenerativen Quellen allein nicht mehr reicht. Wir müssen die Umweltwärme, die in praktisch unerschöpflichem Maße zur Verfügung steht, mehr nutzen und das ist genau die Domäne der Wärmepumpe. Langfristig werde sie wahrscheinlich das wichtigste Versorgungssystem für Gebäude werden, ist sich der Fraunhofer Experte sicher.

 

Die Wärmepumpe wird mit Sicherheit auch eine wichtige Rolle im intelligenten Stromnetz der Zukunft spielen. Sie wandelt elektrische Energie effizient in thermische Energie um und puffert diese für eine bestimme Zeit- entweder in Warmwasserspeichern oder in der Gebäudemasse.

 

Ein wichtiger Anreiz für die Wärmepumpe sind auch variable Stromtarife, die sich an der jeweils aktuellen Netzauslastung orientieren. Stichwort „Smart Grid“, das intelligente Stromnetz. Wer seine Wärmepumpe mit einem Pufferspeicher kombiniert, kann davon in Zukunft profitieren. Viele Wärmepumpen sind für den Smart-Grid-Betrieb bereits vorbereitet. Diese Geräte werden künftig dann Wärme erzeugen, wenn der Strom günstig ist und diese Wärme zwischenspeichern.

 

Noch mehr Autarkie geht nur noch mit elektrischen Batteriespeichern. Dann aber richtig!

 

Michael Heiler

Beratungsgespräch über alternative Energien
Information und Beratung müssen stimmen