Luft-Wasser Wärmepumpe

Luft-Wasser Wärmepumpen gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen:

  • als Innenaufstellung und
  • als Außenaufstellung


Die Arbeitsweise beider Wärmepumpen ist physikalisch aber genau gleich. Jede Luft-Wasser Wärmepumpe entzieht der Luft die Wärme.
Physikalisch ist alles warm was eine höhere Temperatur als -273 °C (absoluter Nullpunkt, 0 Kelvin) hat. Durch den EVI Zyklus können wir mit bis zu -20°C kalter Luft heizen. Grundlage ist hierfür der Carnot Kreiskolben Prozess.


Die Funktionsweise einer Luft-Wasser Wärmepumpe erklärt an einem Beispiel:

Nehmen wir an die Temperatur der Umgebungsluft liegt bei +12°C .
Diese Luft wird in die Wärmepumpe „eingezogen“. Die Wärmepumpe entzieht dieser Luft nun 5 Kelvin (5°C). Das bedeutet, die Luft, die wieder nach außen geblasen wird, hat noch +7°C.
Die Wärmepumpe nutzt nun die „entzogene“ Wärme um das Kältemittel (R 407C) zu verdampfen. Dieser Vorgang läuft im sogenannten Verdampfer der Wärmepumpe ab.

Dazu muss man wissen, dass die Siedetemperatur von R407 C bei ca. – 41 °C liegt, die von Wasser liegt bei + 100°C.

Ein Kompressor saugt das nun gasförmige Kältemittel an und verdichtet es auf einen hohen Druck. Bei diesem Prozess entsteht eine hohe Temperatur. Im Kondensator (oder Verflüssiger) gibt das Kältemittel diese Wärme an das Heizsystem ab und verflüssigt sich wieder nachdem es durch das Expansionsventil geströmt ist. Im Verdampfer steht nun das Kältemittel, in abgekühltem und somit flüssigem Zustand, wieder für den nächsten Zyklus bereit. Der Carnot Kreiskolben Prozess beginnt nun wieder von vorne.

Wichtig ist uns die Tatsache, dass wir generell eine monovalente Betriebsweise einsetzen. Dies bedeutet wir heizen nur mit der Wärmepumpe und verzichten zu 100% auf eine weitere Wärmequelle, den Elektro-Heizstab zum Beispiel. Diese monovalente Betriebsweise sorgt dafür, dass wir, gegenüber allen anderen Wärmepumpen die einen oder gar zwei Heizstäbe eingebaut haben, wesentlich günstigere Unterhaltskosten haben.

Schema

Innenaufstellung

 

Luft-Wasser Wärmepumpen können sowohl für den Altbau als auch für den Neubau eingesetzt werden.
Spezielle Luft-Wasser Wärmepumpen für den Altbau machen das Modernisieren leicht. Die zusätzliche Dampfeinspritzung im Verdichtungsprozess (EVI-Zyklus) erlaubt eine Vorlauftemperatur von bis zu 65 °C. Ideal also für ältere Heizungsanlagen mit bestehenden Radiatoren.

Die Wärmepumpe in der Innenaufstellung saugt über eine Öffnung an der Außenwand die benötigte Luftmenge an (zwischen 3000 und 4000m³ pro Stunde) und bläst diese über eine zweite Öffnung an der Außenwand wieder nach außen. Die Regelung und die weitere Peripherie befinden sich normalerweise im selben Raum. Lediglich das anfallende Kondensat muss in das Kanalsystem eingeleitet werden.

Außenaustellung

 

Die außen aufgestellte Wärmepumpe besitzt exakt die gleichen physikalischen Grundlagen wie bei der Innenaufstellung.

Sie saugt über spezielle strömungsgünstige Öffnungen die benötigte Luftmenge an (zwischen 3000 und 4000m³ pro Stunde) und bläst diese über eine zweite Öffnung wieder nach außen.

Die Regelung und die weitere Peripherie befinden sich normalerweise im Haus, frostfrei aufgestellt.


Die Wärmepumpe steht auf einem Betonfundament, welches von folgenden 3 Leitungsarten durchdrungen wird:

  • die Vor- und Rücklaufleitung ins Haus,
  • die Stromzuleitung für den Kompressor und ein vorkonfektioniertes Kabel für die Regelung,
  • ein Abwasserrohr, entweder direkt mit einer Drainage-Schicht verbunden oder ans Abwasser angeschlossen.

Alternativ bietet sich auch eine Aufstellung in einem vorhandenen Anbau ( Holz- oder Fahrradschuppen) an.

Der Vorteil einer Außenaufstellung:

Sie sparen wertvollen Wohn- bzw. Nutzraum.

Bei der Außenaufstellung der Wärmepumpe muss die Wärme ins Haus „transportiert" werden. Hierfür bieten wir speziell, abgestimmte, wärmegedämmte Rohrsysteme für die Erdverlegung an.